Mein erster Plott mit der Silhouette Cameo 3

Seit Anfang des Jahres bin auch ich stolze Besitzerin einer Silhouette Cameo 3. So ein bisschen angeschaut hatte ich das Gerät ja sofort, aber dann wurde mir schnell klar: Einfach nur anschließen und losplotten - das ist leider nicht! Der komplette Karton landete dann erst mal im Eck und wartete... Ich auch... Auf Zeit und Ruhe, um mich einzulesen und ausprobieren zu können. Na ja, Zeit ist bei mir für alles zu knapp und Ruhe? Ääääm......, reden wir nicht darüber!  😂 Wir beide warteten also ziemlich lange, bis...

 

... ja bis ich mir in den Kopf gesetzt hatte, für meine Schwägerin, die gestern Geburtstag hatte und zu der wir heute eingeladen waren, ein spezielles Geschenk zu machen. Das Bild hatte ich schon ganz genau in meinem Kopf. Ein Kissen sollte es werden, mit aufgeplotteter Französischer Bulldogge - diese Hunde liebt sie über alles!

 

Vor einer Woche machte ich mich dann endlich dran, den Plotter einzurichten, also das Programm auf den PC zu laden und mit der Silhouette zu verkoppeln. Okay, ich gebe zu, das habe ich nicht allein gemacht. Ehrlich gesagt, habe ich eher zugeschaut, wie mein Mann das alles eingerichtet hat. :-) Egal, wie auch immer. Der Anfang war gemacht und ich konnte loslegen. Eigentlich.....

 

Ich schnappte mir ein Foto meines Bruders und bearbeitete es ein wenig. Vielen Dank auch, Brüderchen! 😘

Prima, dachte ich, das lade ich dann gleich mal hoch und die Maschine übernimmt den Rest. Leider weit gefehlt... Ich musste mich im Netz erst mal schlau machen und stellte dann fest: Ich brauche eine Pixscan-Matte. Ohne die kann ich das Bild leider nicht ins Programm einlesen. War ich froh, dass ich rechtzeitig angefangen hatte, denn bis die Matte hier war, dauerte es ja wieder ein paar Tage....

 

Das sehnsüchtig erwartete Teil kam am Dienstag (oder Mittwoch?) und ich hatte mal wieder lauter andere Dinge zu erledigen. So schnappte ich mir endlich gestern mal die Matte, legte die ausgedruckte Vorlage drauf und fotografierte das Ganze mit den Markierungen. Das Programm nahm mein Foto endlich an! 😌

Die erste Freude wurde dann allerdings gleich mal wieder zunichte gemacht. Mit der Folie auf der Pixscan-Matte und auch auf der normalen Schneidematte ratterte das Messer sehr seltsam nur am linken Rand und machte überhaupt gar nicht das, was es sollte. Ich weiß bis jetzt nicht, warum es so nicht funktionierte, aber das finde ich auch noch heraus..... 😉

Irgendwo las ich dann, dass die Flexfolien auch ohne Matte eingelegt werden können und endlich klappte es. Die Maschine schnitt mein Bild aus. War ich froh!!!!

Dann konnte es ja jetzt ans Nähen gehen. Das Kissen mit verdeckt eingenähtem Reißverschluss (wenn, dann mache ich es schon "richtig") war zwar noch nicht ganz fertig, aber der Großteil war geschafft und ich fiel müde aber soweit zufrieden ins Bett. 😴

Am nächsten Morgen nähte ich den Kissenbezug und das Inlet fertig und entgitterte meine geschnittene Folie.

Und schon kam die nächste Frage auf: Wie bügle ich das denn jetzt auf den Stoff und wie heiß muss bzw. darf das Bügeleisen sein???

Gut, dass man so viel im Internet nachschauen kann! Diese Anleitung machte mir einen guten Eindruck und so holte ich ein Brett (hatte nur ein rundes, aber das passte zum Glück ins Kissen und reichte genau für die Maße der Bulldogge), ein Geschirrtuch, Backpapier und stellte das Bügeleisen auf "Wolle" ein. Mit viel Druck bügelte ich das Motiv fest, zog die Folie ab und fixierte es noch von beiden Seiten. Ein ganz kleines Bisschen könnte man denken, die Folie ist zu heiß geworden, denn es ist nicht an allen Stellen babypopoglatt. Aber es fällt eigentlich nicht auf und ich bin total zufrieden mit meinem ersten Plottversuch! 😊

Etwa eine halbe Stunde bevor wir los mussten, konnte meine Tochter dann das fertige Geschenk einpacken und wir haben es noch rechtzeitig zum Kaffe geschafft. Die Freude meiner Schwägerin beim Auspacken des Kissens war übrigens riesengroß! :-)

Ich hoffe, ich kann bald mehr mit meinem Plotter ausprobieren und wenn die ein oder andere von Euch einen guten Tipp für mich parat hat - auch zum Beispiel, wo ich gute und einigermaßen günstige Folien her bekomme: Ich würde mich sehr darüber freuen!

 

Katja

 

Nachtrag:

Mein Tochterkind konnte es nicht einsehen, die wertvollen Folienreste der Mülltonne anzuvertrauen und puzzelte alles fein säuberlich auf die Trägerfolie zurück, solange ich nach einem ausrangierten T-Shirt meines Sohnes suchte. Und jetzt ist sie glückliche Besitzerin eines noch etwas zu großen, aber super kreativen Designerstücks.

Darf ich vorstellen:

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